Marktforschung: Projekte >> Arbeitsmarkt KontaktSitemapLogin

Marktforschung
Befragung mit System
Marktforschungsinstitut
Arbeitsmarkt
Bildung
Gesundheit
Kultur
Qualität
Soziales
Tourismus
Wirtschaft



 Marktforschung
 SOFFI - Institut

 Anichstraße 42
 6020 Innsbruck
 Tirol, Österreich

 tel.: +43 664 151 6666
 tel.: +43 664 131 1925
 mail: info@soffi-institut.com

 NAC: HXG13 QV9HV

HomeForschungProjekteProdukteSystemePresse

Dokumentation und Durchführung "Berufseignungstests" 1994-1995, Psychologischer Dienst - Arbeitsmarktservice Tirol





Wen möchten Sie befragen?
Kundenbefragung
Mitarbeiterbefragung
Patientenbefragung
Unternehmensbefragung
Mitgliederbefragung
Gästebefragung
Bürgerbefragung

Newsletter bestellen

Das SOFFI Institut informiert Sie regelmäßig.
Marktforschung Newsletter Bestellen Sie hier!



Test

Die Übertragung der Durchführung von Berufseignungstest an das SOFFI-Institut ermöglicht dem Auftraggeber, dem Arbeitsmarktservice Tirol, im bestehenden Personalrahmen ein besonderes Arbeitsziel zu erreichen, das über die vom Psychologischen Dienst laufend durchgeführten Berufseignungstests hinausreicht: Eine breite Testung von 400 Jugendlichen aus ganz Tirol hinsichtlich ihrer beruflichen Eignungen und Neigungen.
In gewisser Weise ist diese Übertragung damit selbst auch ein Test darauf hin, wie gut hier die partielle Ausgliederung klappt, wie effizient sich die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Beratern der regionalen Geschäftsstellen des AMS und dem SOFFI-Institut gestaltet, wieweit eine auf breiterer empirischer Basis angelegte wissenschaftliche Auswertung hier zusätzlichen Wert schaffen könnte.


Berufseignung

Vielen Jugendlichen fällt die Entscheidung schwer, was sie nach der Schule machen sollen und welchen Beruf sie ergreifen könnten. Berufswahl wird als ein Vorgang betrachtet, in dem der Jugendliche aus einer Vielzahl beruflicher Möglichkeiten seinen Beruf in einer freien Entscheidung auswählt. So einfach ist das Ganze allerdings nicht. Zum einen unterliegt der Zugang zu Berufen vielen sozialen und ökonomischen Beschränkungen, zum anderen entscheidet der Berufswähler über die zugänglichen Berufsalternativen nach bestimmten Kriterien, wie Interessen, Fähigkeiten und Wertvorstellungen.
Jede Person verfügt auch über ein bestimmtes Muster von Persönlichkeitsmerkmalen, und jeder Beruf ist durch ein typisches Muster von Anforderungen gekennzeichnet. Berufswahl kann als Vorgang gesehen werden, in dem der Berufswähler versucht, den Beruf zu ergreifen, der am besten zu seinen Fähigkeiten, Interessen, Wertvorstellungen paßt.

Die Wahl eines Berufes ist keine Entscheidung, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Leben erfolgt, sondern kann eher als langjähriger Entwicklungsprozeß angesehen werden, wobei es um die Frage geht, welche für den Beruf wichtigen Persönlichkeitsmerkmale sich in welcher Lebensphase ausbilden und welchen Einfluß die Umwelt dabei ausübt.
Kinder beginnen beispielsweise schon sehr früh sich damit zu beschäftigen, was sie einmal werden wollen; das ist die Phase der Phantasiewahl, sie dauert bis etwa ins 11. Lebensjahr. Danach entwickeln sich bis etwa 15 Jahre die Interessen und Fähigkeiten konkreter; bis etwa 17 folgt dann eine Phase des Ausprobierens, wo verschiedene, mögliche Richtungen ausgelotet werden.
Berufliche Entscheidungen müssen, trotz dieser Tatsachen, in unserem Schul- und Bildungssystem zu gewissen Zeitpunkten getroffen werden. Eine größere Durchlässigkeit zwischen den Ausbildungsgängen bewirkte zwar in letzter Zeit, daß einzelne Zwischenentscheidungen nicht mehr so endgültig sind, aber dadurch, daß sich die Anzahl von Gabelungen und Ausbildungsgängen vermehrt hat, hat sich die Bedeutung der Berufswahl und der Berufsberatung für den einzelnen eher noch vergrößert.
Berufliche Beratung und psychologische Eignungsdiagnostik sind dazu da, durch ein Sammeln aller wichtigen Informationen und durch sachgerechtes Einbringen dieser Informationen in den Entscheidungsprozeß, die Entscheidung selbst zu erleichtern.
Im Rahmen der Berufsberatung des Arbeitsamtes (Arbeitsmarktservice) erhalten die Jugendlichen Informationen über die Berufswelt, wie etwa Tätigkeitsfelder, Ausbildungsbedingungen, voraussichtliche Beschäftigungsmöglichkeiten und so weiter.
Die psychologische Eignungsdiagnostik soll Informationen liefern über die in der eigenen Person liegenden Voraussetzungen für das Erreichen eines persönlichen Berufsziels, sowie der damit in Zusammenhang stehenden persönlichen Wertungen.
Der Jugendliche muß in dieser Berufswahlphase Entscheidungen treffen, die sich auf Ausbildung und Beruf beziehen. Er muß sich deshalb mit diesen verschiedenen Sachverhalten auseinandersetzen. Dazu sollte er Bescheid wissen über seine Begabungen, Fähigkeiten und seine Schwächen. Die psychologische Berufseignungsdiagnostik kann hier behilflich sein.


Forschung

Dieses Projekt ist - über die unmittelbare Verwertbarkeit der Einzeltests für die Betroffenen hinaus - aus einem zweiten Gesichtspunkt von Interesse. So entsteht durch die flächendeckende Durchführung ein interessantes, aggregierbares Datenmaterial, in dessen Mittelpunkt Tiroler Jugendliche in ihrem Berufswahlprozeß stehen.
Wie mit vielen anderen Forschungsprojekten, die an unserem Institut durchgeführt worden sind, entsteht über diesen intensiven empirischen Zugang auch ein besonderes Ausmaß an Praxisorientierung. Dieses könnte wichtige Anregungen und Entscheidungshilfen über den Prozeß der Berufsberatung insgesamt bringen, aber auch die Grundlagenkenntnisse zur psychologischen Berufseignungsdiagnostik anreichern.
Um hier möglichst ökonomische Voraussetzungen für eine weitergehende Analyse des entstehenden Datenmaterials zu schaffen, werden die Ergebnisse den Bestimmungen des Datenschutzes entprechend anonymisiert und EDV-mäßig erfaßt.

Insgesamt ergibt sich mit der Hereinnahme dieses Projektes eine zunächst unkonventionelle Erweiterung im Betrieb als Forschungsinstitut. Gerade die Grenzüberschreitung erschien uns hier jedoch besonders naheliegend und ganz im Sinne eines modernen Selbstverständnisses von anwendungsorientierter Wissenschaft und Forschung zu liegen, das nicht in Forschungsprozessen steckenbleibt, sondern aktiv die Verknüpfungen zu Anwendung und Umsetzung sucht.






© SOFFI-Institut 2017,
   Moderne Marktforschung mit System
   Sitemap



zurück

Seite drucken

Seite weiterleiten