Marktforschung: Presse >> Meldungen KontaktSitemapLogin

Marktforschung
Befragung mit System
Marktforschungsinstitut
Mitteilungen
Meldungen
Downloads



 Marktforschung
 SOFFI - Institut

 Anichstraße 42
 6020 Innsbruck
 Tirol, Österreich

 tel.: +43 664 151 6666
 tel.: +43 664 131 1925
 mail: info@soffi-institut.com

 NAC: HXG13 QV9HV

HomeForschungProjekteProdukteSystemePresse

60% flüchten aus dem Lehrberuf

Umfrage unter 1000 Tiroler Lehrabgängern – AK fordert Reformen: „Der Putz bröckelt“





Wen möchten Sie befragen?
Kundenbefragung
Mitarbeiterbefragung
Patientenbefragung
Unternehmensbefragung
Mitgliederbefragung
Gästebefragung
Bürgerbefragung

Newsletter bestellen

Das SOFFI Institut informiert Sie regelmäßig.
Marktforschung Newsletter Bestellen Sie hier!

Drei von fünf Tiroler Lehrabsolventen sind laut einer Studie schon nach wenigen Jahren nicht mehr in ihrem gelernten Beruf tätig. Die AK ruft nach einer Reform der Lehre.

  INNSBRUCK (va). Das Soziale Förderungs- und Forschungsinstitut (SOFFI) hat im AK-Auftrag 1000 Lehrlinge telefonisch befragt. Während der Lehre wechseln bereits 15 Prozent die Berufsrichtung. Nach fünf Jahren sind von den Absolventen laut Studienleiter Gerhard Wagner nur noch 44% im früheren Lehrberuf tätig, nach zehn Jahren gar nur noch 39%. Bei den Frauen ist der Anteil u.a. wegen der Kinderpausen mit nur 28% im gelernten Beruf nach zehn Jahren noch deutlich niedriger.

  Laut Wagner sei die Berufsflucht quer durch viele Lehrberufe zu beobachten, die größte gebe es aber im Tourismus, am Bau, im Handel und bei körperbezogenen Dienstleistungen (etwa Friseurinnen). In diesen Berufen seien nach zehn Jahren gerade noch 33 bis 35% der Lehrabgänger tätig. Überdurchschnittlich hoch sei die Berufstreue etwa bei Maschinen/Kfz (49%) oder im Büro (47%). Viele Lehrlinge würden oft auch als Hilfsarbeiter in andere, besser bezahlte Branchen wechseln.

  Dabei geben immerhin 61% aller befragten Lehrabsolventen ihrer Ausbildung die Noten 1 oder 2. Und rund 90% gaben an, das in der Lehre vermittelte Wissen im Beruf gut gebrauchen zu können.

  Weitere Ergebnisse der Studie: 41% der ehemaligen Lehrlinge würden sich heute für einen anderen Beruf entscheiden, ein Drittel fühlte sich bei der Berufswahl überfordert.

  Für AK-Präsident Fritz Dinkhauser ist die duale Lehrausbildung in Schule und Betrieb von der Idee „ein tolles System, der Putz bröckelt aber gewaltig“. Die Lehre brauche, um nicht unter die Räder zu kommen, eine Runderneuerung. „Ein paar Tage schnuppern ist nicht nur vor einer Ehe, sondern auch im Beruf zu wenig“.

  Der Leiter der AK-Jugendabteilung, Peter Schuhmacher, verlangt ein Controlling der Lehrlingsausbildung. „Bei der Lehrprüfung ist es viel zu spät.“ Die AK verlangt die Einführung eines Ausbildungs-Passes, auf dem die geforderten Berufskenntnisse festgeschrieben sind. Die Ausbildung müsse auch breiter werden.

Tiroler Tageszeitung Nr. 105. Donnerstag, 6. Mai 2004






© SOFFI-Institut 2017,
   Moderne Marktforschung mit System
   Sitemap



zurück

Seite drucken

Seite weiterleiten