Liebe Leserin, lieber
Leser,
was im Titel so selbstverständlich klingt ist es gar nicht: sich
systematisch um die Weiterentwicklung von Qualität in der eigenen Arbeit
zu bemühen, heißt immer auch, das Bestehende ein Stück in Frage
zu stellen, um wieder weiter zu kommen. Dem stellen sich aber gerne
„systembedingte“ Trägheiten in den Weg. Forschen heißt
hier, im Ergebnis neue Perspektiven schaffen. Heute braucht es diese
Perspektiven mehr denn je. Die Faszination technologischen Fortschritts und
dessen ökonomische Verwertungsmöglichkeiten (bis hin zum Krieg)
birgt die Gefahr eines Einseitigwerdens. Dabei wird der Mensch leicht aus dem
Mittelpunkt der gesellschaftlichen Entwicklung gerückt. Wir bemühen
uns daher besonders um human- und sozialwissenschaftliche Präsenz im
regionalen Raum.
Dabei versuchen wir über vielfältige Projekte diesen
Qualitätsansatz am Menschen, seinen Fähigkeiten und
Bedürfnissen zu orientieren. Das am Institut entwickelte
SOFFI-Befragungssystem hat sich mittlerweile in vielen Projekten
bewährt: es erleichtert mit Menschen geeignet in Kontakt zu treten,
Erkenntnisse zu entwickeln und diese angemessen zu verbreiten. Info: http://www.befragungssystem.com/befragung.html
Forschen in
Südtirol
Mit Südtirol verbindet uns mittlerweile eine Reihe von
größeren Forschungsprojekten: Vor einigen Jahren erstellten wir
für die Südtiroler Landesregierung eine breit angelegte Studie zum
Thema „Altern in Südtirol“. Dabei konnten Perspektiven
skizziert werden, die über verbreitete, einseitige
„Bettenzählereien“ (für Pflegebedürftige) hinaus
führten. „Altern“ ist für Gesellschaften in Europa ein
Thema, das weit komplexer geworden ist, als viele landläufigen
Diskussionsansätze vermuten lassen.
Ganz aktuell beschäftigen uns die Ergebnisse einer sehr erfolgreich
durchgeführten schriftlichen Befragung von 2.000 Jugendlichen und deren
Eltern mit einer Rücklaufquote von über 82%. Eine multimedial
anspruchsvoll aufbereitete Präsentation an den einzelnen fünf
Schulstandorten, an denen die Erhebung durchgeführt wurde, bereitet den
Boden für angeregte Diskussionen zum Thema dieser Studie: Konsum,
Lebensgewohnheiten, Gefährdungen und Substanzmissbrauch, familiäre
Lebensmuster aus Sicht der Kinder und ihrer Eltern www.soffi-institut.com/pvt02.html.
Wissenschaftsministerium
Das SOFFI-Institut gehört zum Sektor der außeruniversitären
Forschungseinrichtungen. Neben der Österreichischen Akademie der
Wissenschaften existieren in Österreich überwiegend
vereinsrechtlich organisierte Forschungseinrichtungen, die sich vor allem der
sozial- und geisteswissenschaftlichen Forschung widmen; sie dienen auch der
wissenschaftlichen Politikberatung.
Ende Feber lud das Wissenschaftsministerium anlässlich der
Amtsübernahme der Sektion VI „Wissenschaftliche Forschung und
internationale Angelegenheiten – Bereich Wissenschaft“ durch die
neue Leiterin, Frau SC Mag. Barbara Weitgruber, zu einem Open House. Diese
Gelegenheit nutzten wir zum sehr positiven Kontakt mit den MitarbeiterInnen
der Abteilung.
Der Austausch mit den Leitern anderer Forschungseinrichtungen in
Österreich drehte sich um zwei Aspekte: Einerseits die erheblichen
negativen Auswirkungen von schwacher Konjunktur und
Ausgabeneinschränkungen im öffentlichen Sektor auf den Betrieb von
Forschungsstrukturen. Auf der anderen Seite berührte die
Kreativität und das Engagement der in den einzelnen Projekten
tätigen Wissenschaftler.
SOFFI im Internet
Falls Sie InternetbenützerIn sind, haben wir abschließend noch den
(fast unvermeidlichen) Hinweis auf die zahlreichen neuen Beiträge auf
unserem Webserver unter www.soffi-institut.com.
Dieser Newsletter ist Teil eines Bemühens, immer wieder aktuelle
Beiträge breiter anzubieten. In unserem News-Archiv finden sie
ältere Ausgaben.
Wir freuen uns über Ihre Anfragen oder Rückmeldungen und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
Der Institutsvorstand
Markus Jenewein Dr. Gerhard Wagner
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